Restnorm​-​Apath

by Phantomas Trehr

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1.
Der Fremde 06:17
Sobald der Regen fällt sind meine Spuren weggespült und die Erinnerung verblasst. Ich bin ein Fremder hier, geduldet aus Gelangweiltheit. Mein ganzes Leben lang gehasst. Der Moment ist Apathie, in der Ferne, irgendwie. Schenk mir die Kraft, diesen Tag zu übersteh‘n. Gib mir den Halt, nicht den alten Weg ständig neu zu gehen. Schenk mir die Kraft. Die Blicke zeigen mir, Verachtung ist ein treuer Freund. Anscheinend ist jeder allein. Soweit ich denken kann, empfand man mich nur als Ballast. Es fühlt sich an, als ob man weint. Der Moment ist Apathie, in der Ferne, irgendwie. Schenk mir die Kraft, diesen Tag zu übersteh‘n. Gib mir den Halt, nicht den alten Weg ständig neu zu gehen. Schenk mir die Kraft. Allein.
2.
Wenn die Straßen schweigen, und die Lichter ausgeh‘n. Wenn die Trümmer der Häuser aus der Stille entsteh‘n. Wenn die Schatten vergessen, was das Sterben uns verzeiht. Dann kannst Du ihn fühlen, den Moment Unendlichkeit. Die dunkle Stadt. Im Licht der Nacht. Wie sie mich gefangen hat. Im Licht der Nacht. Wenn die Krieger schlafen, und die Träume gescheh‘n. Wenn die alten Gedanken aus den neuen entsteh‘n. Wenn die Schmerzen abklingen, doch das Leid uns aber bleibt. Dann kannst Du ihn fühlen, den Moment Unendlichkeit. Die dunkle Stadt. Im Licht der Nacht. Wie sie mich gefangen hat. Im Licht der Nacht.
3.
Die Stimmen 06:46
Ich hör sie flüstern in der Nacht. Sind ständig in der Übermacht. Ich schließ die Augen aus Müdigkeit. Doch der Schlaf hat kein Mitleid. (mit mir) Oh ja, ich weiß des Denkers Leid. Ein stumpfer Ton erklingt, wenn wir doch alle atmen. Und monoton gedeiht die Wahrheit in den Schatten. Ein alter Schrei bezwingt die Arroganz des Lebens. Und schizophren verneint das Sterben ein Vergeben. Sie sind der Bote meiner Angst. Entfalten stetig Dissonanz. Gedankensplitter schneiden tief in die Narben alter Apathie. (von mir) Oh ja, ich weiß des Denkers Leid. Ein stumpfer Ton erklingt, wenn wir doch alle atmen. Und monoton gedeiht die Wahrheit in den Schatten. Ein alter Schrei bezwingt die Arroganz des Lebens. Und schizophren verneint das Sterben ein Vergeben.
4.
Die See 04:56
Was mich zerbricht, hat mich geeint. Der alte Krebs, schweigt, schweigt, schweigt. Was mich zerstört, hab ich gezeugt. Was auch geschieht, bleibt, bleibt, bleibt. In meinen Träumen stirbt diese Welt. Für alle Zeiten. Dahin. Doch wenn ich wache, dann verbleicht mein Selbst. Weil ich am atmen bin. In meinen Träumen gibt es nur mich. Die andern scheinen leblos. Doch wenn ich wache, dann erkenne ich, dass sich alles wiederholt. Was mich zerreißt, hat mich geheilt. Der alte Trost, weint, weint, weint. Was mich zerfrisst, hat mich genährt. Was auch passiert, zehrt, zehrt, zehrt. In meinen Träumen stirbt diese Welt. Für alle Zeiten. Dahin. Doch wenn ich wache, dann verbleicht mein Selbst. Weil ich am atmen bin. In meinen Träumen gibt es nur mich. Die andern scheinen leblos. Doch wenn ich wache, dann erkenne ich, dass sich alles wiederholt.
5.
Der Apologet 07:03
Nach all der Zeit, schmerzt es immer noch. Nach all der Zeit tut es noch weh. Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Ich weiß nicht mehr, was mich trägt. Und wenn ich weiter falle, und wenn mein Selbst vergeht. Und wenn ich weiter falle, bleibt alles steh‘n. Alles. Wer sagt die Zeit heilt alle Wunden, hat wohl ein Heilen schon erlebt. Wer sagt die Welt heißt dich willkommen, hat wohl die Schmerzen abgelegt. Man hat gesagt, es sei Selbstmitleid. Man hat gesagt, es sei nichts. Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Ich weiß nicht mehr, was noch ist. Und wenn ich weiter falle, und wenn mein Selbst vergeht. Und wenn ich weiter falle, bleibt alles steh‘n. Alles. Wer sagt die Zeit heilt alle Wunden, hat wohl ein Heilen schon erlebt. Wer sagt die Welt heißt dich willkommen, hat wohl die Schmerzen abgelegt.
6.
Ein letzter Blick in das Licht. Ein letzter Schmerz, ungedämmt. Ein letztes Wort, das zerbricht. Ich falle tief. Der Herbst der Welt. Er verschweigt, dass in uns drin nichts übrig bleibt. Die Illusion bettet sanft. Ich falle tief und tiefer. Es ist die Endlichkeit und sie ist mein Freund. Sobald es endet frag ich mich: Gibt es noch etwas? Im Grunde weiß ich wirklich nichts. Gibt es noch etwas? Ich glaube nicht. Ich hoffe nicht. Ein letzter Freund, der mich hält. Ein letzter Traum in pastellgrau. Ein letztes Bild, das zerschellt. Ich falle tief. Der Herbst der Welt liegt wie Laub im Rinnsal der Gezeiten Staub als Tränen der Graugestalt. Ich falle tief und tiefer. Es ist die Endlichkeit und sie ist mein Freund. Sobald es endet frag ich mich: Gibt es noch etwas? Im Grunde weiß ich wirklich nichts. Gibt es noch etwas? Ich glaube nicht. Ich hoffe nicht. Du bist mein Schmerz.
7.
Der Nihilist 07:31
Ich habe aufgehört zu sein, wenn ich nicht scheide. Und die Erinnerung ertrinkt in Windeseile. Mein müder Körper treibt dahin, im Meer der Gedanken. Die Wunden brennen von dem Salz, und beginnen zu kranken. Mein alter Freund, die Wirklichkeit. Ich hab jede Träne geweint, die es zu weinen gilt. In Maßen hab ich gehofft, dass es sich gut anfühlt. Ich träum von der Sinnhaftigkeit, als wäre sie menschgemacht. Der Blick in die Leere des Seins hat mich kaputt gedacht. Ich habe aufgehört zu sein, wenn ich nicht darbe. Und die Vergangenheit versinkt in all den Jahren. Mein Sterben birgt Ernüchterung, zuviel der Fiktionen. Die Sehnsucht treibt nun schwerelos, von Demut benommen. Mein alter Freund, die Wirklichkeit. Ich hab jede Träne geweint, die es zu weinen gilt. In Maßen hab ich gehofft, dass es sich gut anfühlt. Ich träum von der Sinnhaftigkeit, als wäre sie menschgemacht. Der Blick in die Leere des Seins hat mich kaputt gedacht. Die Meere der Welt sind aus Tränen gemacht.
8.
Die Brücke 05:01
Ich träume von den Tiefen und bin noch nicht erwacht. Ich sterbe schön und leise. Der Schmerz ist, was mich ausmacht. So halt mich, so halt mich fest. Bis mich der Schmerz verlässt. Und ich war nie wach. Gegenwart verzerrt. In mir drin. Gefangener. Auf ewig eingesperrt. Ich starre in die Trümmer und fühle wie es bricht. Ich sterbe schön und leise. Die Brücke enttäuscht mich nicht. So halt mich, so halt mich fest. Bis mich der Schmerz verlässt. Und ich war nie wach. Gegenwart verzerrt. In mir drin. Gefangener. Auf ewig eingesperrt.
9.
Das Leid 08:19
Ich bin weit davon entfernt das Glück in mir zu seh‘n. Mir ist als ob es fehlt. Es ist mein Leid. Ich bin weit davon entfernt der Leere zu entflieh‘n. Die Stille schweigt konstant. Es ist mein Leid. Einst glaubt ich, Zuversicht befreit den Geist. Ich war betrunken von Glückseligkeit. Doch dann kam der Moment, als es begann. Dass mir mein Herz zerschellt, was blieb mir dann. Ein Blick, in das Licht. Bis es zu Ende siecht. Ich bin weit davon entfernt das Glück in mir zu seh‘n. Mir ist als ob es fehlt. Es ist mein Leid. Ich bin weit davon entfernt der Leere zu entflieh‘n. Die Stille schweigt konstant. Es ist mein Leid. Heut bin ich nicht mehr viel, nur noch Verstand. Und bleib Gefangener der Arroganz. Wann kommt nun mein Moment, dass es erlischt. Dass mir mein Herz zerschellt, und ich entwisch. Ein Blick, in das Schwarz. Bis es zu Ende starrt. Ich bin weit davon entfernt das Glück in mir zu seh‘n. Mir ist als ob es fehlt. Es ist mein Leid. Ich bin weit davon entfernt der Leere zu entflieh‘n. Die Stille schweigt konstant. Es ist mein Leid. Die Stille schweigt in mir. Komm, hilf mir auf. Mein Schwermut macht mich taub. Komm, hilf mir auf.
10.
Der Abschied 07:20
Soweit ich weiß, sucht man das Licht. Mit aller Kraft, bis man zerbricht. Soweit ich weiß, gibt man nicht auf. Doch ich lass los, und scheiße drauf. Ich hab genug gekämpft und immer wieder hat es nicht gereicht. Das ist mein Abschied. Ein letzter Gruß als Lied. Das ist mein Adieu. Und die Welt verreckt von mir. Soweit ich weiß, glaubt man aus Angst. Nicht einmal nichts hat noch Bestand. Soweit ich weiß, hat sich gezeigt: Die Poesie der Stille schweigt. Ich hab genug gekämpft und immer wieder hat es nicht gereicht. Das ist mein Abschied. Ein letzter Gruß als Lied. Das ist mein Adieu. Und die Welt verreckt von mir. Vielleicht wär es besser, sich all dem Leid zu stellen.

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released February 1, 2018

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Phantomas Trehr Stuttgart, Germany

Phantomas Trehr macht depressiven Rock im Raum Stuttgart.

Das Album „Restnorm-Apath“ ist das Bild einer Seele, die kaputt ist und nicht mehr funktioniert Doch es gibt noch einen Funken Hoffnung, ein Blick ins Licht: Das Ein-Mann-Projekt begann 2015 die innere Leere mit Liedern zu füllen, um dem tristen schwäbischen Alltag zu entfliehen. ... more

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